Kurpark soll wieder ins Zentrum des städtischen Lebens von Bad Blankenburg rücken Von Roberto Burian Bad Blankenburg. Um den Kurpark wieder in das Zentrum des städtischen Lebens von Bad Blankenburg zu rücken, hat die Einheimische Nadja Janca im Rahmen ihres Studiums in Abstimmung mit der Stadt eine Diplomarbeit angefertigt, die sich in vielen Facetten mit dem Kurpark und dem Badewäldchen beschäftigt. (OTZ berichtete) Ziel des Entwurfes ist es, die alten Strukturen sensibel instand zu setzen und durch neue, spannende Elemente und Zukunftsnutzungen zu ergänzen. Nach Vorstellungen der Landschaftsarchitektin ist es notwendig, den Kurpark in Teilareale zu untergliedern, die von bestimmten Inhalten gekennzeichnet sind. Einen Aktionsbereich für die Jugendlichen und ein Gesundheitsareal um die Antonius-Quelle schlägt sie vor. Ebenso Themengärten, die lokale Besonderheiten stärker in den Blickpunkt rücken sollen. Skulpturen in den Grundformen von Kugel, Walze und Würfel, die Fröbel für seine Arbeit vorsah, sind darüber hinaus in dem Konzept enthalten. Eine beeindruckende Blicklenkung durch visuelle Effekte ermöglichte jetzt eine Studiengruppe der Fachhochschule Erfurt, Fachbereich Gartenbau, Bad Blankenburger Stadträten und interessierten Bürgern. Im Fröbelsaal des Rathauses präsentierten die Studenten für Landschaftsarchitektur Michaela Jahn und Christian Hejna einen futuristischen Spaziergang im Rahmen einer 3-D-Version durch den Stadtpark. In ihrer Beschränkung auf markante Bereiche und einer weitgehend vollständigen Akzeptanz der historischen Parkgestalt fand die visuelle Umsetzung des Konzeptes, für das die beiden Studenten nach Aussage ihrer Dozentin Anika Böttcher zirka ein dreiviertel Jahr benötigten, ein sehr positives Echo. "Wir haben eine virtuelle Welt geschaffen, durch die der Bürger über das Internet von zu Hause aus durchspazieren soll, um seine Gedanken und Vorstellungen zum Projekt mit einzubringen", brachte es der Dekan der Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst, Professor Dr. Franz Josef Laufke, auf den Punkt. Deshalb solle das Gezeigte mit einem Link auf die Seite der Stadt Bad Blankenburg gestellt werden. Einer, der in der Lavendelstadt den grünen Daumen hat und maßgeblich an der Umsetzung des Konzeptes beteiligt ist, ist der Diplomingenieur für Gartenbau Erich Knauer. "Die ersten Schritte in der Umsetzung haben wir bereits vollzogen. Das heißt konkret, wir wollen einen Pflegezustand herstellen, bei dem alles was tot ist, entfernt werden soll. Das betrifft in erster Linie das Holz", ließ er wissen. Dass diese Großräumigkeit in der Gestaltung mit einem großen Pflegeaufwand über das ganze Jahr verbunden ist, ist dem 41-Jährigen dabei durchaus bewusst. Knauer gibt sich keinen Illusionen hin. Bis sich der Stadtpark einmal in dem Zustand präsentieren wird, wie jetzt vorgestellt, wird es Zeit brauchen. Das weiß auch Bad Blankenburgs Bürgermeister Frank Persike (Die Linke). Eine dafür speziell eingesetzte Arbeitsgruppe soll ab dem kommenden Frühjahr abschnittsweise Teile dieses Konzeptes in Angriff zu nehmen. Diese Arbeitsgruppe werde geführt von einem sozialen Träger aus dem Landkreis, der entsprechende Fördermittel beantragt habe. Dabei sollen in erster Linie Bad Blankenburger Bürger in eine über drei Jahre andauernde Tätigkeit einbezogen werden, so das Stadtoberhaupt. "Dabei handelt es nicht um so genannte Ein Euro Jobs, die ich von meiner politischen Grundeinstellung her ablehne", betonte Persike. |