| | Lese-Insel "Harfe" in Bad Blankenburg bleibt erhalten |
Bad Blankenburg ohne Buchhandlung auf dem Markt ist nur schwer vorstellbar. Deshalb hat jetzt ein Team von engagierten Leuten eine Initiative ins Leben gerufen, die die "Harfe" erhalten will, nachdem die bisherige Geschäftsführerin der Buchhandlung, Irmtrud Chmell, in den Ruhestand ging. Bad Blankenburg. |
| Es ist Dienstagabend und Stimmengewirr weist den Weg zu einer Diskussionsrunde mit elf Teilnehmern. Ein Verein mit dem Namen Lesen ist mehr beschließt seine Satzung, wählt den Vorstand und dieser letztendlich seine Vorsitzende. Dorit Gropp erhält einstimmig das Vertrauen. Sie ist wohnhaft in Lositz, arbeitet freiberuflich als Dolmetscherin sowie Lehrerin für Japanisch und ist Vorsitzende des Fördervereins Gedenkstätte Laura. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, hier eine Lese-Insel Harfe ins Leben zu rufen. Diese soll durch großzügige Raumgestaltung mit Lese- und Spielecke | | |
Gelegenheit zu Einkehr, Gespräch und Beratung geben, betont Gropp. Darüber hinaus wolle der Verein in Anknüpfung an bisherige Veranstaltungen und die Pädagogik Friedrich Fröbels Angebote zur Lese- und Bildungsförderung starten. Dazu zählen u. a. Vorlesestunden für Kindergarten- und Grundschulkinder sowie thematische Lese-Clubs für Teenager und Senioren. Die, die immer nur meckern, hier sei nichts los, können sich mit eigenen Ideen einbringen, so Vorstandsmitglied Dr. Gerlinde Merboth. An vertrauter Stelle werden weiterhin Bücher der verschiedensten Genres und das Sortiment an christlicher Literatur sowie Karten und Geschenkartikel zu finden sein. Auch der Schulbuchverkauf sowie der 24 Stunden-Bestellservice des Buchhandels sind gewährleistet. Mit mit großem Engagement für ein Weiterbestehen des Geschäftes hat sich auch Susanne Chmell eingesetzt. Zum Erfolgsrezept zählte in der Vergangenheit das dezidierte Selbstverständnis als Mitinitiator im kulturellen Leben. Dabei liegen uns besonders die Kinder am Herzen, denn wenn ein Kind nicht schon früh ans Buch herangeführt wird, wird es sich als Jugendlicher nur schwer für Literatur begeistern, zeigt sie sich überzeugt. 1980 hatte Mutter Irmtrud das Geschäft, welches ihr Großvater Ernst Modersohn zwischen 1933 und 1935 gründete, übernommen. Anfang des Jahres musste sich die Buchhändlerin einer Herzoperation unterziehen. Mittlerweile befinde sie sich auf dem Weg der Besserung. Schön wäre, so hieß es,wenn sie am 19. März beim Frühstückstreffens für Frauen wieder auf der Bühne stehen könnte. OTZ Roberto Burian / 24.02.11 / OTZ |
| Seiteninformationen | | letzte Aktualisierung: 24.02.2011 | | URL: http://www.bad-blankenburg.de/?eid=1628 |
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