Weltklasse-Radsprinter bereiten sich in Bad Blankenburg auf Olympia vor
Wenn Detlef Uibel in der Landessportschule Bad Blankenburg auftaucht, ist Olympia nicht mehr weit: Sowohl 2004 als auch 2008 startete der Bundestrainer der Radsprinter die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele mit seinen Schützlingen in der Kurstadt.

Bad Blankenburg.

Seit gestern ist der 53-Jährige wieder in der Landessportschule. Und mit ihm die für Olympia in London nominierten Stefan Nimke, Robert Förstemann, Rene Enders, Maximilian Levy, Miriam Welte und Weltmeisterin Kristina Vogel.

"Vor acht Jahren gewannen wir Gold im Teamsprint, vor vier Jahren Bronze", sagt Uibel. Da ist Bad Blankenburg ein gutes Omen für die Weltklassesprinter, die bis zum 8. Mai am Eingang des Schwarzatales den ersten Teil ihrer Olympia-Vorbereitung absolvieren. Und die sieht neben Konditions- auch leichtes Krafttraining und den einen oder anderen Kilometer auf der Straße vor: "Die Strecken hier sind perfekt für unser Training", sagt der Bundestrainer über das Straßen-Profil rund um Bad Blankenburg, Saalfeld und Rudolstadt.

Bei zwei Trainingseinheiten pro Tag hält sich der Stress bislang noch in Grenzen für die Olympia-Teilnehmer. Die Tage in Bad Blankenburg sind für die Olympiasieger und Weltmeister eher zum Eingewöhnen, zum "Wohlfühlen", so Uibel. So ist der Trainingsalltag auch sehr abwechslungsreich: Gestern ging es mit Fußball los, ein bisschen Kraftraum wechselte sich mit Tischtennisspielen ab. Da das Wetter noch schöner werden soll, "werden wir wohl morgen auch ein bisschen Beachvolleyball spielen", sagt der für den SSV Gera startende Robert Förstemann. Und zwischendurch stattet man einer Ostthüringer Nachwuchs-Radsportveranstaltung einen Besuch ab und absolviert diverse Pressetermine.

Nach den zwölf Tagen in Bad Blankenburg wird es für die Radsprinter anstrengender und schweißtreibender. Unter anderem steht dann ein Lehrgang in der Sportschule im brandenburgischen Kienbaum auf dem Programm, danach Vorbereitungstage im amerikanischen Bundesstaat Colorado. "Da redet keiner mehr während des Trainings mit Journalisten", sagt Stefan Nimke.

Doch derzeit ist in Bad Blankenburg noch alles anders, auch wenn Detlef Uibel sagt: "Wir werden auch hier sehr vorsichtig sein, damit sich keiner verletzt." Dazu gehört übrigens auch, dass die Sportler bei ihren Fahrten durch Ostthüringen am liebsten auf Radwegen unterwegs sein wollen. Denn die Truppe will ja auch in diesem Jahr mit Edelmetall von den Olympischen Spielen in London zurückkehren.

Peter Scholz / 27.04.12 / OTZ
Quelle: rudolstadt.otz.de
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