Kampfabstimmung möglich: Zwei Linkspolitiker wollen Kreissportbund Saale-Schwarza leiten
Am Freitag bekommt der Kreissportbund Saale-Schwarza einen neuen Vorsitzenden. Die Delegierten können in diesem Jahr zwischen Amtsinhaber Andreas Grünschneder und Herausforderer Frank Persike wählen. Möglicherweise kommt es zu einer Kampfabstimmung. Nach OTZ-Informationen rumort es heftig im Vorstand.

Bad Blankenburg.

Es wird ein spannender Freitagabend: Andreas Grünschneder und Frank Persike wollen morgen beim Kreissporttag Vorsitzende des Kreissportbundes (KSB) Saale-Schwarza werden Grünschneder will es bleiben, Persike will ihn ablösen. Und während der Amtsinhaber seit Wochen keinen Hehl aus seiner Kandidatur machte, warf der Herausforderer seinen Hut erst vor wenigen Tagen offiziell in den Ring.

"Ich bin überzeugt davon, dass das Vorstandsgremium eine Integrationsfigur braucht", sagt Persike, der erst vor wenigen Tagen als Bürgermeister der Stadt Bad Blankenburg wiedergewählt wurde, gestern. Nach OTZ-Informationen rumort es heftig im Vorstand, war eine vertrauensvolle und loyale Zusammenarbeit in diesem Gremium in den vergangenen Wochen nicht immer gegeben.

In einem Schreiben von Persike an die Vorstandsmitglieder, das unserer Zeitung vorliegt, heißt es, dass "nach dem Erlebnis meiner ersten Wahlperiode im Vorstand ... ich hin und wieder das Gefühl hatte, am falschen Platz zu sein." In den letzten drei Jahren war Persike im KSB-Vorstand für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Andreas Grünschneder war offensichtlich von der Kandidatur Persikes überrascht. Denn pikant wird die Geschichte auch vor dem Hintergrund, dass sowohl Persike als auch Grünschneder der Linkspartei angehören und letzterer damit Konkurrenz aus dem eigenen Haus bekommt. Auch wenn beide Seiten betonen, dass Parteipolitik in der angestrebten Funktion keinerlei Rolle spiele.

Ob Grünschneder nun in den kommenden drei Jahren "die Arbeit im Vorstand und mit den Vereinen optimieren" kann, so der KSB-Vorsitzender gestern gegenüber OTZ, bleibt aus jetziger Sicht abzuwarten. Beide Kontrahenten glauben an eine knappe Entscheidung und berufen sich auf die Unterstützung sowohl von Vorstandsmitgliedern als auch aus verschiedenen Sportvereinen.

Allerdings wussten hier einige noch gar nicht, dass es beim Kreissporttag zwei Kandidaten für den Vorsitz geben wird. "Das überrascht mich jetzt schon etwas", sagt Klaus Karpinsky, einer der Delegierten des SV 1883 Schwarza. Der Vorsitzende des größten Sportvereins des Landkreises begrüßte jedoch die Auswahlmöglichkeiten: "Ich werde mir die Konzepte anhören und mich danach entscheiden."


Peter Scholz / 10.05.12 / OTZ
Quelle: rudolstadt.otz.de
10.05.2012
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letzte Aktualisierung: 10.05.2012
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