Blankenburger Händlerinitiative sammelt für die kleine Lilli - Aktion bis zum Herbstmarkt Von Roberto Burian Bad Blankenburg (OTZ). "Schockiert hat mich die Nachricht vom Schicksal der kleinen Lilli aus Saalfeld", sagt Jeannine Borger von der Initiative "Pro Altstadt" in Bad Blankenburg. Als sie den Artikel über die furchtbare Erkrankung der Dreijährigen in der Ostthüringer Zeitung gelesen hatte, seien sofort Erinnerungen wach geworden. Nämlich an den Tag, als bei ihrem Sohn im selben Alter von den Ärzten eine Tumorerkrankung diagnostiziert wurde. "Obwohl es ihm heute gut geht, ist so eine Diagnose das traumatischste Erlebnis für die Eltern, das eine tiefe und lebenslange Narbe hinterlässt", sagt Borger. Für die betroffenen Kinder, Eltern und Geschwister sei die Diagnose einer Krebserkrankung eine sehr große Belastung, ein Schock. Von einem Tag zum anderen veränderten sich schlagartig die Lebensumstände der gesamten Familie und es müsse nach Wegen gesucht werden, die Krankheit und die damit verbundenen Probleme in der Familie zu lösen. Oftmals würden Familien an der großen Belastung der Krankheit zerbrechen. Nach einem Gespräch mit anderen Mitglieder der Initiative "Pro Altstadt" habe für die Frauen deshalb sofort festgestanden: "Wir müssen etwas tun." Und so stellten sie Artikel aus ihrem Sortiment zur Verfügung, deren Erlös für die Behandlung von Lilli verwendet werden soll. " Krebskranke Kinder haben es ungleich schwerer. Ihrer Vitalität sind Grenzen gesetzt. Und dennoch suchen auch sie ihren Platz, oft mit einem beeindruckenden Lebenswillen. Für viele Menschen ist das Thema Krebs praktisch ein Tabu, viel zu viele Ängste sind damit verbunden", erklärt Ina Kliche von der Händlerinitiative. "Es kann nicht sein, dass gesund werden zur Glückssache wird, weil es am Geld liegt", ist sie überzeugt. "Viele meiner Kunden haben spontan gesagt, dass sie helfen wollen und die Aktion unterstützen", freut sich Jeannine Borger. So wie Maritta Störmer. "Ich habe nichts von der Aktion gewusst und wollte nur einen Einkaufsbummel machen", sagt die junge Frau. Und lässt wissen, dass sie die Idee großartig findet und sie selbstverständlich unterstützt. Unter den vielen Spenden befindet sich auch eine Krone. Meine Schwester Melanie, Ex Lavendelkönigin, hat sie zur Verfügung gestellt, verrät Maritta Borger. Bis zum Herbstmarkt, der am 23. September stattfindet, soll die Aktion gehen. "Dort wollen wir an einem Stand der jungen Gemeinde auf das Schicksal von Lilli aufmerksam machen", teilt Buchhändlerin Susanne Chmell mit. Auch hier habe man sich auf die Fahnen geschrieben, Spenden fürs Mädchen zu sammeln. "Wir würden uns freuen, wenn sich möglichst viele an der Aktion beteiligen", sagt Pro Altstadt- Mitglied Heike Albrecht. "Helfen Sie mit und zeigen Sie mit Ihrer Spende, dass Bad Blankenburg ein Herz für Kinder und ganz besonders für kranke Kinder hat", spricht sie mit ihrem Appell sicher vielen aus dem Herzen. |