Ein Abend der Erinnerungen
Schüler und Lehrer der Bad Blankenburger Schulen treffen sich nach 35 Jahren
Von Roberto Burian Bad Blankenburg. Auch wenn einer der Anwesenden in den Raum stellte "manchmal weiß man nicht, wer hier Lehrer und wer Schüler ist", war es für die meisten kein Grund, in Altersdepressionen zu verfallen.

Nach 35 Jahren trafen sich am Samstag die Jahrgänge von 1954 bis 1956 aus den drei Bad Blankenburger Schulen zu einem Jahrgangstreffen im Vereinshaus der Kurstadt. Auch wenn einige Gesichter schon etwas fremd geworden waren, nach wenigen Augenblicken war die Zeit zurückgedreht und es wurden Erinnerungen an die damalige Zeit geweckt. "Es war so, als hätten wir uns alle gestern noch gesehen, sofort trat eine wunderbare Vertrautheit ein", sagte Rüdiger Thon. Er hatte mit fünf "Ehemaligen" das Treffen organisiert. "Im Vergleich zu heute wurde damals stets Kopfrechnen geübt, das hat uns sehr viel an Lebenshilfe mitgegeben", blickte Rainer Ullrich zurück. Ihn hat es mittlerweile nach Schöningen (Niedersachsen) verschlagen. So mancher der damaligen Lehrer sei eine Respekt einflößende Person gewesen und habe bei einigen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Für einen Streich sei er früher immer zu haben gewesen, erinnerte sich Klaus- Dieter Plaschke. Die damalige Klassenlehrerin Jutta Wachsmuth freute sich, ihre Schützlinge von einst wiederzusehen. Es sei eine hervorragende Gelegenheit, die grauen Zellen zu trainieren und sich zu erinnern, merkte sie an. An negative Ereignisse kann oder will sich keiner erinnern. Stattdessen redete man über die alten Schulzeiten, verglich die beruflichen und privaten Lebenswege. "Ich bin seit fünf Jahren wieder einmal in Bad Blankenburg und es hat sich so einiges verändert", wusste Hans-Joachim Krauße zu berichten. "Mein Vater war von 1968 bis 1973 verantwortlich für die Stadthalle und meine Mutter für den Greifenstein", ließ der inzwischen in Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) Lebende wissen. Und dass er gerne noch einmal in die Schule gehen würde, allerdings nicht unter den heutigen Bedingungen.

Fotos aus der Schulzeit gingen von Hand zu Hand und in einer Präsentation lief ein Stück erlebter Geschichte visuell an der Leinwand ab. Obwohl man bis in die frühen Morgenstunden tagte, seien die interessanten und unterhaltsamen Stunden für die meisten viel zu schnell vergangen, hieß es.
Quelle: rudolstadt.otz.de
30.09.2007
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letzte Aktualisierung: 01.10.2007
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