Konzert zum fünften Todestag von Axel Janca - Bands spielen 2035 Euro ein Von Roberto Burian Bad Blankenburg. Wie schafft man es nach Walpurgisnacht und Vatertag, Jung und Alt für ein Benefizkonzert zu begeistern? Ganz einfach, indem man tolle Musiker aller Generationen für einen guten Zweck einen Abend in ein Zelt steckt. Das dachten sich Organisatorin Sibylle Janca sowie die Veranstalter Kathrin Zeuner und Detlev Seidelmann vom Fröbitzer Hof. Und damit lagen sie am 2. Mai auf dem Gelände des Freibades in der Kurstadt genau richtig, was die eingespielten 2035 Euro bestätigten, die dem Freibad und der Krebshilfe zugute kommen. Sowohl die Fans von gegelten Boygroups, als auch die Vertreter jener Zeit, in der guter Rock noch handgemacht war, waren zahlreich vertreten. Unter ihnen viele die gekommen waren, um dem Bad Blankenburger Musiker und Komponisten Axel Janca an dessen fünftem Todestag die Ehre zu erweisen. Viele wollten es sich nicht nehmen lassen, dem Mann zu gedenken, der seiner Stadt einen einmaligen Schatz an Liedern und Kompositionen hinterließ. Was blieb war eine Lücke, die niemand zu schließen vermochte. Mit den meisten der Rock-Enthusiasten hatte der mit nur 38 Jahren an Krebs verstorbene noch selbst auf der Bühne gestanden. Aber auch zahlreiche Freunde und Bekannte sowie Politiker aller Fraktionen des Stadtrates waren gekommen. "Ein Stückweit haben wir unseren Aufstieg in die Regionalliga auch Axel zu verdanken, denn unsere Hymne, die zu jedem Heimspiel von den Fans gesungen wird, hat er komponiert , so der Präsident der Handballer, Georg Jahn. Auch Jens Sturm, der mit seiner Band zu Beginn des Konzerts für frischen Durchzug sorgte, weiß nur Gutes zu erzählen. "Axel war immer da, wenn man ihn brauchte, auch zu Zeiten, wo die Menschheit bereits im Tiefschlaf lag, konnte man ihn anrufen." Leidenschaft und perfektes Zusammenspiel zeichneten das Konzert aus und der Groove ging direkt ins Herz. Mit Gitarrenwut und Sinn für Softes überzeugten die Jungs von "Optimal". Die scharfkantigen Soli von Gitarrist Edgar Schieche sorgten ebenso für Begeisterung, wie die Stimmenpower von Sängerin Miriam Schartner von "Meilenstein". Ich habe mit Axel in der AER - Band gespielt, er war ein großartiger Mensch und Musiker. Rüdiger Mailahn |