Umfassende Modernisierung wird angestrebt - Kampagne soll Finanzierung sichern Von OTZ-Redakteur Wolfgang Schombierski Bad Blankenburg. Die Deutsche Evangelische Allianz will ihren Sitz in Bad Blankenburg umfassend ausbauen und modernisieren. Das Investitionsprogramm erstreckt sich auf dieses und nächstes Jahr und hat ein Volumen von rund 3,6 Millionen Euro. Sichtbares Zeichen der Aktivitäten ist zurzeit die vollständige Sanierung des früheren Altenpflegeheimes, das die Bezeichnung "Haus der Hoffnung" trägt, und in dem nach Fertigstellung acht behindertengerechte Zimmer ihrer Bestimmung übergeben werden sollen. Der Direktor des Allianzhauses, Reinhard Holmer, geht davon aus, dass die begonnenen Arbeiten im Dezember ihren Abschluss gefunden haben. "Weil wir im Sanierungsgebiet der Stadt Bad Blankenburg liegen, wird darauf geachtet, dass der alte Charakter des Hauses erhalten bleibt", erklärte er gestern. Das heiße insbesondere, dass das Objekt in altem Glanz mit restauriertem Fachwerk erstrahlen werde. Neu werde sein, dass neben den behindertengerechten Zimmern ein Seminar- und Tagungsraum in das Haus integriert wird, so dass auch kleinere Gruppen von Menschen mit Behinderungen angemessene Räumlichkeiten vorfinden sollen. Für die Bewegungsmöglichkeiten im Objekt werde ein separater Fahrstuhl sorgen. Dieser Bauabschnitt werde 900 000 Euro kosten. Kommenden Oktober soll die zweite und dritte Etappe der Sanierung in Angriff genommen werden. So sei vorgesehen, das "Haus der Liebe" mit Küchentrakt und ehemaligen Zimmern für den Altenheim-Bereich großzügig zu sanieren. "Dort werden zusätzlich neue Gästezimmer entstehen, die den Standort aufwerten werden", sagte Holmer. Herzstück der Gesamtmaßnahme werde ein Neubau sein, der neben dem "Haus der Liebe" geplant sei. Damit werde ein neuer Speisesaal entstehen, eine Cafeteria, die zentrale Rezeption, Büroräume für den Sitz der Deutschen Evangelischen Allianz und im Dachgeschoss ein Andachtsraum. Das neue Haus, in das auch ein Fahrstuhl eingebaut werden soll, werde die verschiedenen Ebenen des Allianzgeländes auch für Menschen mit Behinderungen erreichbar machen. Die Fertigstellung des zweiten und dritten Bauabschnittes wird laut Holmer im Sommer kommenden Jahres erwartet. Um die Finanzierung zu sichern, will die Deutsche Evangelische Allianz mit der diesjährigen Allianzkonferenz im August eine Werbekampagne starten. Denn von den veranschlagten 3,6 Millionen Euro seien erst 1,5 Millionen Euro gesichert. "Wir verschicken 130 000 Gebetswochenhefte mit dem Aufruf, sich mit einem Baustein von 25 Euro zu beteiligen", sagte Holmer. "Wir sind überzeugt davon, dass trotz der bestehenden Unsicherheit unser Bauvorhaben gelingt", zeigte er sich sicher. Nicht zuletzt auch, weil namhafte Persönlichkeiten das Vorhaben unterstützen wollen. |