Coronavirus bringt Veranstaltungsabsagen
Städtedreieck trifft gemeinsam und entschlossen weitere Vorsichtsmaßnahmen

Der Landkreises Saalfeld-Rudolstadt hat gestern eine Allgemeinverfügung erlassen und Veranstaltungen im Kreisgebiet eingeschränkt. Anlass ist der Erlass des Landesverwaltungsamtes vom zum Vollzug des Infektionsschutzgesetzes in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Nach diesem Erlass sind Veranstaltungen mit 1 000 und mehr Personen zu untersagen. Das Landratsamt hat nun darüber hinaus festgelegt, dass auch Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen untersagt werden. Die Regelung soll zunächst bis zum 10. April 2020 gelten. Für Veranstaltungen mit 50 bis 500 Personen gilt die Empfehlung, dieses ebenfalls abzusagen bzw. nur unter hohen Auflagen wie Registrierung der Gäste, Zugangskontrollen und Nachweisführung durchzuführen.

In Erkenntnis dieser neuen Sachlage verständigten sich heute die Bürgermeister Saalfelds, Rudolstadts und Bad Blankenburgs in einer Dringlichkeitssitzung des Rates der Bürgermeister auf gemeinsame Präventivmaßnahmen im Städtedreieck. Ziel ist es, entschlossen gegen die weitere Ausbreitung vorzugehen und die Bevölkerung zu schützen. Zwar gibt es in Thüringen aktuell nur geringe Zahlen Infizierter, dennoch breitet sich das Coronavirus Covid-19 in Deutschland weiter aus. Täglich erhöhen sich Infektionsraten und die Anzahl der Gebiete, in den Infektionen festgestellt werden. Dr. Steffen Kania, Jörg Reichl und Mike George verabredeten in großer Einigkeit nun folgende Maßnahmen, die ab sofort gelten:

1. Alle städtischen Veranstaltungen mit über 50 Personen, d. h. bei denen die Städte als Veranstalter auftreten, werden abgesagt.
2. Für alle anderen Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen in städtischen Objekten (insbesondere Meininger Hof, Löwensaal Rudolstadt und Stadthalle Bad Blankenburg) wird den Veranstaltern empfohlen, diese ebenso abzusagen. Zudem werden die Veranstalter über die Anforderungen an eine Durchführung der Veranstaltung gemäß kreislicher Allgemeinverfügung informiert. Ungeachtet dessen empfehlen die drei Bürgermeister allen anderen Veranstaltern, speziell den hiesigen Kultur- und Sportvereinen, es ihnen gleichzutun und alle Veranstaltungen mit über 50 Personen ebenso abzusagen.
3. Ungeachtet der Personenanzahl werden alle Veranstaltungen abgesagt, die für die Einsatzkräfte (insbesondere Feuerwehr) unnötige Risiken bedeuten, seien sie auch noch so gering. Alle Anstrengungen zum Gesundheitsschutz der Einsatzkräfte sind vertretbar, um die Handlungsfähigkeit der Gefahrenabwehr zu erhalten.

„Da sich die Lage sehr dynamisch entwickelt und sich der Stand der Verbreitung der Krankheit sehr kurzzeitig ändern kann, werden wir diese Festlegungen laufend überprüfen und erforderlichenfalls anpassen. Auch sind strengere Auflagen oder behördliche Maßnahmen dann stets möglich“, bekräftigt Dr. Steffen Kania, aktuell Vorsitzender im Rat der Bürgermeister. Momentan sind die getroffenen Festlegungen bis einschließlich 10. April 2020 in Kraft.
12.03.2020
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