Corona-Impfungen starten nächste Woche in der Rudolstädter Impfstelle
Am Montag war die Schlüsselübergabe im Gebäude in der Alten Klinik in Rudolstadt – 1500 Impftermine bereits von der KVT vergeben

Saalfeld. Wie angekündigt und geplant, kann die Impfstelle für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, die in der Alten Klinik in Rudolstadt eingerichtet wird, am Mittwoch der kommenden Woche, 3. Februar um 14 Uhr, eröffnet werden. Für die nächsten acht Wochen sind 1500 Impftermine für die Erst- und Zweitimpfungen vergeben, jeweils vier Wochen für die Erstimpfung, hernach vier Wochen für die Zweitimpfung.
Am Eingang vor dem Haus 8, eine Ausschilderung am Gebäude erfolgt noch. v.li. KVT-Koordinator Daniel Schirch, Impfstellenleiterin Angelika Warkus, LR Marko Wolfram - Bildautor: LRA Martin ModesAm Eingang vor dem Haus 8, eine Ausschilderung am Gebäude erfolgt noch. v.li. KVT-Koordinator Daniel Schirch, Impfstellenleiterin Angelika Warkus, LR Marko Wolfram
Die Schlüsselübergabe von der Thüringen Klinik als Eigentümerin des Gebäudes an die Kassenärztliche Vereinigung Thüringens (KVT) am Montag, 25. Januar, nutzten Landrat Marko Wolfram, Fachbereichsleiterin Stephanie Döhler, Gesundheitsamtsleiter Christian Stiehler und der Technische Leiter der Klinik, Michael Grosch, um Abläufe und Details mit den Nutzern von der KVT zu besprechen.

Besichtigt wurden zunächst die renovierten Räume im Haus 8 der Alten Klinik in Rudolstadt, die nach dem Ende der Unterbringung von Flüchtlingen wieder in den alten Zustand zurückversetzt wurden. „Der Zustand und die Räume machen einen guten Eindruck“, stellte Landrat Marko Wolfram beim Blick in die hellen und am Montagmorgen noch vollkommen leeren Räume fest, in die Landkreis und Klinik 12.000 Euro investiert haben. Während im Auftrag der Klinik noch Restarbeiten der Gewerke vorgenommen werden, begann die Anlieferung der Ausstattung für die Impfstelle. Den Gebäudeschlüssel übernahm symbolisch Daniel Schirch vom Pandemiestab Corona der KVT, der als Koordinator für Ostthüringen auch für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt zuständig ist.

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern vergibt Thüringen nur Termine für den Impfstoff, der im zentralen Lager in Thüringen vorhanden ist. Deshalb ist derzeit das Anmeldeportal geschlossen. Aber wer bereits einen Termin hat, der wird auch geimpft, betont Schirch. Sobald neuer Impfstoff geliefert wird, können auch neue Termine über die KVT vereinbart werden. Impftermine gibt es ausschließlich über das Terminportal www.impfen-thueringen.de oder die Termin Hotline 03643 / 4950 490. Termine werden weder über die Thüringen-Klinik, die Impfstelle in Rudolstadt oder das Gesundheitsamt vergeben.

Beim Start der Rudolstädter Impfstelle nächste Woche wird zunächst nur in der Nachmittagsschicht geimpft. Wenn mehr Impfstoff geliefert wird, soll auch vormittags geimpft werden. Die Kapazität kann bei genügend Impfstoff auf zwei parallele Impfstrecken verdoppelt werden. „Außerdem sollte auch in Saalfeld geimpft werden, dazu können wir weitere Räume anbieten“, wünscht der Landrat.
Schlüsselübergabe vom Technischen Leiter der Klinik, Michael Grosch, an KVT Koordinator Daniel Schirch - Bildautor: LRA Martin Modes
Schlüsselübergabe vom Technischen Leiter der Klinik, Michael Grosch, an KVT Koordinator Daniel Schirch
Blick in einen der noch leeren Innenräume - Bildautor: LRA Martin Modes
Blick in einen der noch leeren Innenräume
Grundsätzlich werden die Impftermine im 5-Miunten-Takt vergeben. Für wen das Impfzentrum des Landkreises ungünstig liegt, der kann sich auch in einem anderen Impfzentrum in Thüringen anmelden – so wie das bisher schon einige Landkreisbewohner getan haben, die in die Impfzentren nach Sonneberg oder Pößneck fahren. Insgesamt wird sich der Aufenthalt im Impfzentrum auf etwa eine halbe Stunde belaufen. „Wer es einrichten kann, sollte möglichst genau zum Termin kommen, um Wartezeiten und Ansammlungen zu vermeiden“, bittet Schirch.

Der Zugang zur Impfstelle erfolgt über den Treppenabgang an der Jenaischen Straße. Unmittelbar dort an der Straße stehen auch ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Eine Ausschilderung zum und am Gebäude erfolgt noch.

Eine Sicherheitskraft nimmt die Impflinge am Eingang in Empfang, misst die Temperatur und führt einen ersten Termincheck durch. Im Inneren erwarten Impfstellenmanagerin Angelika Warkus und ein Bundeswehrangehöriger die Besucher, erklären den weiteren Ablauf, überprüfen die vorhandenen Angaben und bereiten den Laufzettel vor. Anschließend kümmert sich das medizinische Team aus Arzt oder Ärztin und zwei Fachkräften um die Patienten, die nach einem Anamnesegespräch geimpft werden und dann noch 15 Minuten zur Beobachtung warten. Mit der Eintragung in den Impfausweis ist der Besuch im Impfzentrum beendet. „Durch das anwesende Personal ist immer eine ärztliche Notfallversorgung gewährleistet, etwa, wenn es zu allergischen Reaktionen kommt“, so Schirch.

Auf ihre Arbeit freut sich bereits Impfstellenmanagerin Angelika Warkus aus Milbitz bei Rottenbach. Die 48jährige Mediengestalterin hatte sich im Herbst auf die ausgeschriebene Stelle beworben und will mit ihrer Arbeit dazu beitragen, die Impfkampagne im Landkreis umzusetzen.

Auch die Bundeswehr ist bei der Arbeit im Impfzentrum beteiligt, ein Soldat wird jeweils im Impfzentrum präsent sein. Deshalb war Oberstleutnant Stefan Wolf als Leiter des Kreisverbindungskommandos anwesend. Bereits im November waren Soldaten des Panzergrenadierbataillons Oberviechtach zur Unterstützung ins Landratsamt nach Saalfeld gekommen. Momentan sind es zehn Soldaten vom Versorgungsbataillon 131 in Gotha, die dem Gesundheitsamt des Landkreises bei der Corona-Nachverfolgung helfen. „Ich bin wirklich dankbar, dass sich auch die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr so unkompliziert gestaltet“, so der Landrat.

Geimpft wird im Landkreis bereits durch mobile Impfteams, die bisher in acht Alten- und Pflegeheime im Landkreis unterwegs waren und dort mit Stand Montag knapp 1000 Impfungen bei Bewohnern und Mitarbeitern durchführen konnten, zuletzt am Wochenende in der Einrichtung der AWO Rudolstadt in der Weststraße.

Martin Modes
Presse- und Kulturamt
27.01.2021
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